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Was ist Magma?

Als Magma wird die Gesteinsschmelze im oberen Erdmantel und in der Tiefe der Erdkruste bezeichnet. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet “geknetete Masse”. Der Vulkanismus ist die Folge ihrer Fließfertigkeit, die auch bei der Bildung von Gestein eine große Rolle spielt. Magmatische Gesteine zum Beispiel bilden sich aus dem erstarrenden Magma.

Dazu gehören:

  • Plutonite: Zu ihnen gehören Basalt und Granit. Sie bilden sich, wenn das Magma langsam abkühlt und große Kristalle bildet.
  • Vulkanite: Zu ihnen gehören Lava und Pyroklasten. Sie bilden sich, wenn das Magma schnell abkühlt.

Magma wird je nach Zusammensetzung und Druck zwischen 700 °C und 1250 °C heiß. Normalerweise bestehen Magmen hauptsächlich (40-75 %) aus Siliziumoxid und werden daher nach ihrem Gehalt an Silikat klassifiziert, doch auch die Magnesium- und Eisenkonzentration ist bei der Einstufung wichtig. Es gibt drei Arten von Zusammensetzungen:

  • felsische oder rhyolithische Schmelzen, die einen Silikatanteil von mehr als 65 % besitzen. Sie sind hell und reich an Feldspat und Quarz.
  • intermediäre oder andesitische Schmelzen, deren Silikatgehalt zwischen 52 % und 65 % liegt.
  • mafische oder basaltische Magmen mit einem Silikatanteil von weniger als 52 %. Sie sind dunkel und reich an Magnesium und Eisen.

Entstehung

Der Erdmantel ist normalerweise nicht flüssig. Nur teilweise kommt es zu Gesteinsschmelzen und da das Magma leichter ist als das umgebende Gestein, steigt es auf und sammelt sich in Magmakammer. Außerdem begünstigen ihren Aufstieg:

Als Magma wird die Gesteinsschmelze im oberen Erdmantel und in der Tiefe der Erdkruste bezeichnet.

Als Magma wird die Gesteinsschmelze im oberen Erdmantel und in der Tiefe der Erdkruste bezeichnet.

  • Temperaturerhöhung
  • Entlastung von Druck
  • fluide Phasen (H2O, CO2)

Magma entsteht besonders an zwei geologisch aktiven Orten:

  • Am Mittelozeanischen Rücken: Hier driften die Platten der Lithosphäre auseinander, so dass durch Druckentlastung meist basaltische Lava aufsteigt.
  • An Subduktionszonen: Hier schiebt sich eine Platte der Lithosphäre unter eine andere und befördert dabei Wasser und Kohlendioxid hinab, die den Schmelzpunkt des Gesteins herabsetzen und Aufschmelzungen herbeiführen. Dabei entstehen Manteldiapire oder Plumes, schmale Säulen aus Magma, die aus großer Tiefe kommen. Sie werden auch Hot Spots genannt, bilden sich oft in großer Entfernung von Plattengrenzen und lassen daher auch häufig Vulkane innerhalb von Platten entstehen (Intraplattenvulkane).

Der Vulkanismus beschäftigt sich mit drohenden Vulkanausbrüchen und deren Erforschung.