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Was ist Vulkanismus?

Unter der Oberfläche der Erde brodelt ein See aus Magma. Diese Zone nennt man den Erdmantel. Hier ist auch der Ursprung der Vulkane zu suchen. Rund um den Planeten gibt es sie. Wie an einer Perlenkette aufgereiht zieht sich zum Beispiel der Mittelatlantische Rücken, ein gigantisches Unterwassermassiv, durch den Ozean. Doch wie funktioniert dieser Vulkanismus?

Gewaltige Kräfte

Vulkanismus entsteht an den Grenzen zweier tektonischer Platten. Hier schiebt sich eine unter die andere. Auf diese Weise werden ganze Bergmassive, wie zum Beispiel der Himalaya, aufgetürmt. Ein Bruch in dieser Zone reger Aktivität, presst Magma aus dem Erdmantel nach oben. Bahnt sich dieser Riss einen Weg an die Oberfläche, entsteht ein neuer Vulkan.

Als erstes bildet sich die sogenannte Magmakammer aus. Dieser Bruch in der Erdkruste liegt oft in einer Tiefe von bis zu 20 km und füllt sich mit geschmolzenen Gestein. Der Druck unter der Oberfläche kann so groß werden, dass sich ein hydrothermischer Schacht bildet. Dies ist der eigentliche Vulkankegel, welcher bei einem Ausbruch, als eine Art Druckventil dient.

Der Vulkanismus findet in Regionen statt, in denen tektonische Platten aufeinander treffen. Die Bruchzonen ziehen sich vor allem durch den Atlantik und den Pazifik. Hier wird dieses Gebiet auch der Pazifische Feuerring genannt. Ein Großteil der aktiven Vulkane auf der Welt, ist dort beheimatet.

Aber es gibt auch Ausnahmen. Supervulkane, wie jener im Yellowstone National Park, stellen einen Bruch in der Kontinentalplatte selbst dar. Ihre Ausmaße sind gigantisch und ihre Eruptionen können um das Tausendfache stärker sein als bei normalen Vulkanismus.

Das Feuer lodert

Aber nicht nur die Erde kennt Vulkanismus. Einige der aktivsten Vulkane finden sich zum Beispiel auf dem Jupitermond Io. Hier speien sie jedoch kein Magma, sondern flüssigen Schwefel. Der höchste Vulkan des gesamten Sonnensystems befindet sich auf dem Mars. Der Olympus Mons ist über 28 km hoch, aber seit langer Zeit inaktiv.

Aber es geht noch exotischer. Der Neptunmond Triton beherbergt eine ganz besondere Art von Vulkanen. Hier bricht flüssiger Stickstoff durch die Oberfläche und fällt als Schnee zu Boden.

Der Vulkanismus auf diesen Welten beruht vor allem auf der starken Anziehungskraft ihrer Mutterplaneten. Die Körper werden gedehnt und gequetscht. Durch diese Gezeitenkräfte heizt sich ihr Inneres kontinuierlich auf. Bei einem Vulkanausbruch kommt es dann schließlich zum Austritt von Lava.

Vulkanismus dürfte es also überall im Universum geben. Es bleibt abzuwarten, was die Wissenschaft noch entdecken wird.